500 Jahre Pfarre Wolfurt

RĂĽckblick und Bilanz

 

Unter dem Motto „… Und er sah, dass es gut war“ veranstaltete die Pfarre Wolfurt nach einem umfangreichen Herbstprogramm noch einen heiteren Abschlussabend im Cubus, bei dem noch einmal in Wort, Bild und Musik und kabarettistischen  Beiträgen auf das umfangreiche Jubiläumsprogramm zurĂĽckgeschaut wurde.

Bei dieser Gelegenheit wurden nicht nur einige verdienstvolle Jubiläumshelfer vom Pfarrpatron St. Nikolaus auf den „heiligen Stuhl“ gebeten, er bedankte sich auch bei den „14 Nothelfern“, die weit über das Jubiläumsjahr hinaus wie selbstverständlich ihre wertvollen Dienste für die Pfarrgemeinde leisten.

Auch unser Pfarrer German nutzte die Gelegenheit, sich in humorvoller Weise bei den Jubiläumshelfern zu bedanken.

 

Was wird bleiben vom 500-Jahr Jubiläum? Wird die Quote der Messbesucher dadurch erhöht werden? Konnte die Zufriedenheit mit der Pfarre gesteigert werden? Wurden hier Spendengelder sinnlos verpulvert? Werden die Gläubigen nun mehr glauben und mehr hoffen? Ich weiß es nicht, ich glaube auch nicht, dass der Erfolg eines Jubiläums daran gemessen werden sollte.

 

 

Ein seltenes Geschichtsdokument

Alle, die das schöne, reich bebilderte, und auch für nicht Historiker gut lesbare Jubiläumsbuch gekauft haben, haben einen Einblick gewonnen in die wechselhafte Geschichte einer Pfarrgemeinde, die trotz schwierigen Zeiten und menschlichen Schwächen immer wieder Kraft und Hoffnung geschöpft hat aus dem Glauben. 700 Exemplare wurden bereits verkauft, einige sind noch in Reserve und beim Verfasser Richard Eberle im Gemeindearchiv erhältlich.

 

 

Die Bibel als Fundament

Vielleicht wird auch der eine oder andere Wanderer, der die Kirche von Innen nur noch gelegentlich  sieht, durch die 7 Säulen auf dem „Ich bin Weg“ nach Bildstein wieder aufmerksam gemacht auf den Gott, der sich im Evangelium geoffenbart hat und den Weg weist.

Vielleicht wurde auch der eine oder andere Besucher bei der Bibelausstellung, oder durch den Vortrag von Pfarrer Giselbrecht wieder an die Bibel als Kraftquelle fĂĽr den Christen erinnert.

 

 

Kirche ist Gemeinschaft

Vielleicht ist dies manchem der ĂĽber 1000 Besucher wieder bewusst geworden, als beim Festgottesdienst verschiedenste Mitglieder der Gemeinde zu den Klängen  der Komposition „Zemma“ den Volksaltar im Cubus zusammengebaut haben und  vier Chöre verschiedener Generationen aus unserer Pfarrgemeinde zusammen mit dem Kirchenvolk mitgesungen und mitgefeiert haben.

 

 

Friede, ein Geschenk unserer Zeit

Vielleicht wird sich ein Schulkind später noch erinnern, dass es dabei war beim Festumzug vom Cubus zur Kirche, als die vier durchaus nicht immer so einmütigen Vertreter der Töchtergemeinden die Fahnen zum Kriegerdenkmal getragen haben und zum Zeichen des Friedens die Luftballone mit den Wünschen der Kinder zum Himmel gestiegen sind.

 

 

Glaube und Hoffnung

Vielleicht wurde ein aufmerksamer Beobachter der Geschichtsbilder an der Kirchenwand oder ein Teilnehmer bei der musikalischen Kirchenführung oder ein nachdenklicher Betrachter der ausgeliehenen Muttergottesfigur „Stabat Mater“ an die Not früherer Zeiten erinnert.

 

 

Erkenntnis

Die interessierten Besucher an den vier  Gottesdiensten  mit Festpredigt zu den „Klostervätern“ fanden problemlos Platz in der Kapelle in Rickenbach. Die Bedeutung der Klöster und die Anzahl der Beter hat sich verringert.

 

 

Die Kirche der Zukunft

Darin waren sich alle Referenten im Cubus einig: Die Kirche muss, wenn sie in der pluralistischen  Gesellschaft noch gehört werden will, auf die Menschen zugehen und  mit ihnen gehen und sie ansprechen auf Augenhöhe. Bischof Kräutler hat ĂĽberzeugt, weil er lebt, was er sagt.

 

 

Die Jugend, ein Lichtpunkt

Sie hat sich nicht absentiert sondern erfreulich stark engagiert für das Jubiläum. Das Taize-Gebet nach der Taize - Woche, die eindrucksvolle Lichtvesper mit Turmbeleuchtung, der Jubiläumsmann auf dem Kirchenbühel, der Arbeitseinsatz beim Auftaktfest…. haben aufgezeigt, dass es sehr wohl noch fähige junge Leute gibt, die sich positiv einbringen in der Pfarre.

 

 

Andere Religionsgemeinschaften „erfahren“

Durch die originelle „Fahrrad-Rätsel-Rally“ der Pfadfinder zu verschiedenen Stationen verschiedener Weltreligionen wurde anschaulich vermittelt, dass trotz verschiedener Ausdrucksformen und Traditionen alle Religionen im Kern dieselben ethischen Auffassungen vertreten.

 

 

Solidarität zur Pfarre

Alle drei Schulen, das Haus der Kinder und über 20 Gruppen und Ortsvereine waren mit eingebunden in das Jubiläum, haben mitgemacht, mitgeholfen, mitgewirkt und damit aufgezeigt, dass die Dorfgemeinschaft noch immer in Takt ist.

 

 

Kultur in der Kirche

Der Kirchenchor, die Bürgermusik, Gesangensembles, sie haben unvergessliche Jubiläumsaufführungen in der vollbesetzten Pfarrkirche zum Besten gegeben, der Kulturkreis hat mit den „Rauhnächten“ künstlerisch eingestimmt in den Advent…

 

 

Wie schaut sie also aus, die Jubiläumsbilanz?

Die Leute kamen zahlreich zu allen Veranstaltungen, füllten den jeweils angebotenen Raum, es gab viele sehr positive Rückmeldungen. Auch die Ausgaben wurden dank großzügiger und zahlreicher Spenden gedeckt, mit dem verbliebenen Reinerlös konnte der Spendenertrag für Bischof Kräutler noch etwas aufgestockt werden.

Eine neue Turmstiege, eine neue Homepage, sind sie Symbole fĂĽr eine Erneuerung kirchlicher Strukturen?

 

Das Positivste an der Jubiläumsbilanz jedoch ist,  dass sehr viele Menschen zusammengearbeitet haben, auch viele, die der Kirche gar nicht so nahe stehen, haben gern und spontan mitgeholfen. Es war ein groĂźes Fest des Miteinanders.

 

Herzlichen Dank allen, die dazu beigetragen haben.

Walter Reis, Koordinator.

 

 

 

Pfarre Wolfurt 2017
Kontakt: Kreuzstraße 7, 6922 Wolfurt